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Roter Stern
Leipzig – Döbelner SC 1:5 (0:2)
Bevor das Spiel los ging spürten die Döbelner, dass in diesem Spiel nichts so
ist wie sonst immer. Denn aufgrund der winzigen Umkleidekabinen fand die
Teambesprechung – für alle Spieler und Verantwortlichen ein Debüt – im
Mannschaftsbus statt. In dem warnte Steffen Eichhorn seine Truppe davor, das
Spiel „Tabellenletzter gegen souveränen Tabellenführer“ auf die leichte Schulter
zu nehmen und hoffte, mit einem schnell erzielten Tor wurde von Beginn an das
Spiel unter der Kontrolle seiner Mannschaft laufen. Teil eines seines Wunsches
erfüllte ihm die Truppe schnell: in der vierten Minute verwandelte Toni Bunzel
eine Flanke von Patrick Hußner per Kopf zum 0:1. Doch die schwierigen
Bedingungen auf dem kleinen Platz und der schon sturmartige Wind ließen die
Döbelner nicht zu ihrem gewohnten sicheren Kombinationsspiel kommen. Zudem die
Gastgeber über die gesamte Spielzeit sehr bissig und aggressiv, kampflos
geschlagen wollten sie sich nicht ergeben. So musste Rene Müller nach einem
Konter in der neunten Minute seine ganze Erfahrung zeigen, als er einen Konter
der Leipziger in klasse Manier entschärfte. Auf dem Spielgeläuf gab es sehr
viele Zweikämpfe, die Döbelner zeigten sich trotz des 0:2 von Martin Schwibs
beeindruckt. Vor allem Döbelns Abwehrreihe erwischte nicht ihren besten Tag,
diese Fehler blieben jedoch zum Döbelner Glück im ersten Durchgang unbestraft,
zumal Rene Müller in der 42. Minute erneut entschärfte. Die Döbelner Offensive
hatte hingegen viele Möglichkeiten, doch Stephan Krondorf, Toni Bunzel und
Martin Schwibs schossen im ersten Durchgang keine weiteren Tore. Dies änderte
sich schnell nach dem Seitenwechsel. Ein schönes Zuspiel von Sebastian Seidel
vollendete Krondorf zum 0:3. Doch mit dem leichtsinnig kassierten Gegentor durch
Johannes Rohrbach wurde die Vorentscheidung weiter vertagt. Unkonzentriertheiten
und viele Fehlabspiele waren weiter auf Seiten der Döbelner zu sehen, was dem
Trainerteam trotz der Führung sich- und hörbar missfiel. Erst als das 1:4 fiel,
Toni Bunzel vollendete nach einem Pass von Martin Schwibs (74.), war die
Vorentscheidung gefallen und das dritte Tor von Bunzel ließ nicht lange auf sich
warten. Den Schlusspunkt der Partie setzte dann nochmals Rene Müller, als er
geben Leipzigs Torschützen zum wiederholten Male glänzend parierte. Somit blieb
es am Ende beim 5:1-Pflichtsieg der Döbelner, der jedoch deutlicher ausfiel als
es der Spielverlauf wiedergab. Steffen Eichhorn sagte nach dem Spiel: „Die
erwartenden drei Punkte wurden unter den schwierigen Bedingungen eingefahren.
Das war’s an positivem. Mit der Sportart Fußball hatte diese Veranstaltung
ansonsten wenig zu tun.“
Roter Stern Leipzig: Kohn, Frohburg, H. Meißner, Tille, S. Meißner, Weihrauch
(84. Kühn), Heyn (74. Gläser), Seufert, Langer, Kroneck, Rohrbach
Döbelner SC: Müller, Peschel (46. Leimner), Seidel, Krondorf, Heyna, Schwibs,
Glaffig, Bunzel, Firley, Hußner (81. Lißner), Singer
Tore: 0:1 Bunzel (4.), 0:2 Schwibs (24.), 0:3 Krondorf (54.), 1:3 Rohrbach
(58.), 1:4, 1:5 Bunzel (74., 87.)
Schiedsrichter: Kosmale (Zwickau)
Zuschauer: 212

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