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Döbelner SC – SG Taucha 2:2 (1:2)
Einen Rückstand neutralisiert und zwei Spieler, die ihr erstes Saisontor erzielt
haben – das waren die beiden einzigen positiven Dinge aus dem letzten
Hinrundenspiel des Tabellenführers Döbelner SC. Da dieses ein Heimspiel war,
sollte es unbedingt gewonnen werden. Doch trotz der schnellen Führung durch
Stephan Leimner in der sechsten Minute - nach Vorarbeit von Martin Schwibs - ist
aus dem Vorhaben nichts geworden, weil die spielerische Leichtigkeit abhanden
kam. Statt dessen war die Verkrampfung auf Döbelner Seite für die kampf- und
laufstarken Gäste genau das Falsche. Vor allem die Abwehrstabilität war diesmal
das Problem, die Ordnung im Mittelfeld fand zu keinem Zeitpunkt statt, zu oft
wurde die Defensivarbeit vernachlässigt. Nach dem 1:1 durch Christian Schmidt
hatte Stephan Leimner die Chance mit einem Kopfball, doch der Ball flog an die
Querlatte. Ansonsten kamen die Randleipziger vor allem bei Standards zu
Torchancen. Die beiden Tore der SG resultierten aus Eckbällen, wobei trotz
optischer Überzahl der Gegner nicht konsequent gedeckt wurde und sich jeder auf
den eigenen Mitspieler verließ anstatt selbst einzugreifen. So fiel auch die
Halbzeitansprache der Döbelner Trainers recht deutlich aus, zu gering war die
Durchschlagskraft in der Vorwärtsbewegung. Der kurzfristige Ausfall durch die
schwere Verletzung Toni Bunzels, er zog sich Freitagabend beim Training der
B-Junioren einen Kieferbruch zu, durfte keine Entschuldigung sein. Im Mittelfeld
fand sich bei den Döbelnern kein Spieler, der Führungsaufgaben übernahm, auch
wurde die Abwehrarbeit stark vernachlässigt, so dass die Tauchaer bei Kontern
durch die Mitte die weit besseren Möglichkeiten hatten, das Match vorzeitig für
sich zu entscheiden. In dieser Phase durften sich die Gastgeber bei ihrem Keeper
Rene Müller bedanken, der mit vielen tollen Paraden ein 1:3 verhinderte. Die
Döbelner steckten aber nicht zurück und spielten weiter auf das gegnerische Tor.
Stephan Krondorf hatte bei seinem ersten Distanzschuss Pech, dass Keeper Grune
den Ball aus dem Winkel kratzte. Die anderen beiden Schüsse aus derselben
Entfernung verfehlten das Ziel deutlich. In der 84. Minute wurden die Bemühungen
schließlich doch noch belohnt. Ein Zuspiel von der Grundlinie nahm Sebastian
Seidel direkt und verwandelte mit einem strammen Schuss zum 2:2. Die letzte
Chance des Spiels hatte Martin Schwibs ebenfalls per Direktabnahme, doch er traf
den Ball nicht richtig. Somit sind die Döbelner mit vier Punkten Vorsprung
erstmalig in ihrer Geschichte Herbstmeister und die dreimonatige Winterpause
dürfte allen Beteiligten gut tun, damit die verletzten Spieler wieder in die
Mannschaft rücken und die Kräfte neu gebündelt werden. Trainer Steffen Eichhorn
sagte nach dem Spiel: „Das war heute eine enttäuschend schwache Vorstellung
meiner Mannschaft. Taucha hat wesentlich mehr in das Spiel investiert, gewinnt
dadurch den Großteil der Zweikämpfe und die Spielkontrolle. Wir waren zu passiv
, sind nur hinterher gerannt und können uns in der zweiten Halbzeit bei Rene
Müller bedanken, dass wir bis zum glücklichen Ausgleich überhaupt noch im Spiel
waren.“
Döbelner SC: Jentzsch, Peschel, Seidel, Krondorf, Heyna, Schwibs, Leimner,
Glaffig, Firley, Hußner, Singer (60. Partzsch)
SG Taucha: Grune, Dölling (51. Jackisch), Schmidt, Schneider, Dobiasch, Craatz,
Saliger, Köster, Fischer, Stolle, Suchy
Tore: 1:0 Leimner (6.), 1:1, 1:2 Schmidt (11., 36.), 2:2 Seidel (84.)
Schiedsrichter: Jan Schönherr (Chemnitz)
Zuschauer: 210


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